Weed Rezept online Bremen: Digitale Arzttermine buchen

Bremen ist keine Nische mehr, wenn es um digitale Sprechstunden für medizinisches Cannabis geht. Patientinnen mit chronischen Schmerzen, ADHS, Spastiken oder Schlafstörungen buchen ihre Termine zunehmend online, lassen Unterlagen vorab prüfen und bekommen, wenn die Indikation passt, ein gültiges BtM-Rezept für die Apotheke. Das funktioniert, aber nicht wie ein Lieferservice. Wer gut vorbereitet ist, spart Zeit, Geld und Nerven. Wer mit falschen Erwartungen reingeht, scheitert oft schon an der ersten Hürde.

Ich arbeite seit Jahren an der Schnittstelle zwischen Telemedizin und Arzneimittelversorgung. Der folgende Leitfaden erklärt, wie die Online-Buchung in Bremen tatsächlich läuft, wo die Grenzen liegen, und was Sie tun können, damit Ihr Termin nicht zur Frustschleife wird.

Worum es wirklich geht: ein reguläres Betäubungsmittelrezept, nur mit digitaler Sprechstunde

Ein Cannabisrezept ist rechtlich ein Betäubungsmittelrezept, mit den üblichen Sorgfaltspflichten. Ärztinnen dürfen es ausstellen, wenn eine ernsthafte Erkrankung vorliegt und eine positive Nutzen-Risiko-Abwägung nach dokumentiertem Therapieversuch vorliegt oder medizinisch plausibel ist. Die Sprechstunde kann in Bremen digital stattfinden, die Verantwortung und Dokumentation sind identisch zum Praxisbesuch.

Das ist der Kern: Sie kürzen den Weg, nicht die Anforderungen. Eine solide Anamnese, Vorbefunde und die Frage, ob Cannabis wirklich einen plausiblen Mehrwert bringt, bleiben Pflichtprogramm.

Wer profitiert in Bremen konkret von Online-Terminen

Telemedizin ist kein Freifahrtschein. Sie ist sinnvoll, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft und Sie die Diagnosen belegen können:

    Chronische Schmerzsyndrome, bei denen etablierte Therapien begrenzt geholfen haben, etwa neuropathische Schmerzen oder fibromyalgiforme Beschwerden, mit dokumentierten Vorbehandlungen. Spastik bei neurologischen Erkrankungen, Multiple Sklerose oder Rückenmarkschädigung, wenn Spasmolytika nicht ausreichen oder schlecht vertragen werden. Schlafstörungen im Rahmen anderer Erkrankungen, zum Beispiel posttraumatische Belastungsstörung oder therapieresistente Insomnie, mit klarer Schlafanamnese. ADHS im Erwachsenenalter, wenn Standardtherapien nicht greifen oder Nebenwirkungen limitieren. Hier achten Teleärzte sehr genau auf Testdiagnostik und Vorbehandlungen. Appetit- und Gewichtsprobleme bei onkologischen oder HIV-assoziierten Erkrankungen, immer mit Bezug auf die Grunderkrankung und deren Therapien.

Für akute Beschwerden, Erstdiagnostik ohne Vorbefunde oder bei schwerer psychiatrischer Instabilität ist ein Präsenztermin meist die bessere oder einzige Option. Ärztinnen dürfen und werden in solchen Fällen abwinken.

So läuft die Online-Buchung in Bremen realistisch ab

Der Prozess ähnelt über Anbietern hinweg, die Details variieren. In der Praxis haben sich diese Schritte bewährt:

1) Vorklärung und Terminwahl

Sie wählen eine Plattform, prüfen die Fachrichtung und die Zulassung für BtM-Verordnungen. Seriöse Anbieter benennen klar, welche Indikationen sie betreuen und welche Unterlagen nötig sind. Dann buchen Sie einen Termin, meist 2 bis 14 Tage Vorlauf. Kürzer geht, wenn Sie flexible Zeiten akzeptieren.

2) Upload der Unterlagen

Vorbefunde, Arztbriefe, Medikamentenpläne, relevante Bildgebung, Labor, Diagnosen mit ICD, Entlassbriefe, Schmerzfragebögen. Ohne das wird die Erstverordnung fast nie erteilt. In Bremen haben sich PDF-Uploads bewährt, Fotos von Unterlagen funktionieren, wenn sie scharf sind. Beschriften Sie Dateien eindeutig, sonst verschenken Sie Zeit.

3) Anamnese und Videotermin

Rechnen Sie mit 20 bis 40 Minuten für den Ersttermin. Ärztinnen klären Vorerkrankungen, Vorbehandlungen, Kontraindikationen, Psychiatrie-Anamnese, Suchtmittelvorgeschichte, Fahreignung und Alltagseinschränkungen. Erwarten Sie Fragen zu Cannabis-Erfahrungen, Wirkung und Nebenwirkungen. Offene, nüchterne Antworten zahlen sich aus.

4) Therapieentscheidung und Aufklärung

Wenn die Indikation passt, erfolgt eine Nutzen-Risiko-Abwägung, Auswahl von Wirkprofil (THC, CBD oder Kombination), Darreichungsform und Startdosierung. Es gibt Aufklärung zu Fahrtüchtigkeit, Wechselwirkungen, Aufbewahrung und zur Abrechnung. Keine seriöse Ärztin verspricht https://www.weed.de/wissen hier Wundereffekte.

5) Rezeptstellung und Versand

Telepraxen senden entweder ein klassisches BtM-Papierrezept per Post, für das in der Regel 1 bis 3 Werktage anfallen, oder nutzen, wo verfügbar, eine E‑Rezept-Lösung für BtM. Der flächendeckende Rollout für BtM-E‑Rezepte ist noch nicht überall durchgängig. Planen Sie daher den Postweg ein. Apotheken in Bremen sind an eine gültige BtM-Verordnung gebunden, digitale Kopien reichen nicht.

6) Einlösen in der Apotheke

Prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit, besonders bei Blüten mit spezifischem THC-Profil oder bei seltenen Extrakten. Manche Apotheken bestellen tagesgenau, andere brauchen 2 bis 5 Tage. Realistisch ist, dass Sie bei Wechsel des Strains auf Lieferketten warten. Gute Apotheken weisen auf substituierbare Alternativen hin, die der Verordnung entsprechen.

Welche Unterlagen Sie wirklich brauchen

Ich sehe oft den gleichen Fehler: Menschen buchen schnell und kommen mit leeren Händen in den Termin. Das führt zu Nachterminen und Mehrkosten. Für eine Erstverordnung sind folgende Dokumente praxisrelevant:

    Diagnostische Nachweise: Arztbriefe, Diagnosen mit ICD, Befunde der Fachärztin. Ein bloßes „Schmerzen seit Jahren“ ohne Dokumentation wird selten akzeptiert. Therapieversuche: Liste, was schon probiert wurde, mit Dosis, Dauer, Wirkung und Nebenwirkungen. Das zeigt die Notwendigkeit einer Alternative. Medikamentenplan: inklusive nicht verschreibungspflichtiger Mittel, Phytotherapie, Nahrungsergänzung, Alkohol, Nikotin, andere Substanzen. Wechselwirkungen sind real. Relevante Zusatzbefunde: Bildgebung, neurologische Funktionstests, psychologische Diagnostik bei ADHS, Schlaflaborberichte bei Insomnie, sofern vorhanden. Versicherungsstatus: gesetzlich, privat, Selbstzahler. Für Kassenanträge braucht die Ärztin mehr Dokumentation und Zeit.

Wenn Sie erst frisch diagnostiziert sind, geht es auch mit weniger. Dann braucht es wenigstens eine plausible Anamnese, Arztkontakt in der Vergangenheit und klare Planung weiterer Diagnostik.

Privatrezept, Kassenantrag oder Kostenübernahme der BG: der Entscheidungsbaum

Die meisten online ausgestellten Cannabisverordnungen in Bremen laufen initial als Privatrezept. Das heißt, Sie zahlen Cannabis und ärztliche Leistung selbst. Die Preisspanne in Apotheken liegt, je nach Produkt und Dosierung, grob zwischen 8 und 25 Euro pro Gramm bei Blüten und zwischen 0,07 und 0,20 Euro pro mg THC bei Extrakten. Monatskosten hängen stark von der Dosis ab, häufig landen Patientinnen anfangs zwischen 150 und 400 Euro pro Monat, es gibt Ausreißer nach oben und unten.

Kassenerstattung ist möglich, aber kein Automatismus. Die GKV verlangt, vereinfacht gesagt, eine schwerwiegende Erkrankung und das Scheitern oder Unzumutbarkeit anerkannter Therapien. Man braucht einen formalen Antrag, eine ärztliche Begründung, teils ein Zweitvotum. Die Fristen zur Entscheidung liegen typischerweise bei 3 bis 5 Wochen, bei palliativem Kontext kürzer. In der Praxis gehen Anträge durch, wenn die Dokumentation sauber ist, insbesondere bei MS-Spastik, bestimmten Schmerzsyndromen und onkologischen Indikationen. Bei ADHS im Erwachsenenalter ist die Hürde höher, aber nicht unüberwindbar, wenn Standardtherapien gut dokumentiert ausgeschöpft sind.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bewerten Fälle mit Unfall- oder Berufskrankheitsbezug anders. Hier entscheidet der Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall, die Evidenz im Einzelfall und die Kosten-Nutzen-Abwägung. Online-Praxen begleiten solche Anträge, aber sie rechnen mit mehr Iterationen. Planen Sie 6 bis 10 Wochen bis zur Entscheidung.

Auswahl von Produkt und Form: Blüte, Extrakt, oder doch CBD?

Die Produktauswahl ist in der digitalen Sprechstunde genauso differenziert wie in der Präsenz. Drei Fragen steuern die Entscheidung:

    Wie schnell soll der Effekt einsetzen, und wie lange soll er halten? Inhalierte Blüten wirken nach Minuten, halten aber oft 2 bis 4 Stunden. Oral applizierte Extrakte brauchen 30 bis 90 Minuten und wirken 4 bis 8 Stunden, teils länger. Für Durchbruchschmerz kann eine inhalative Bedarfsdosis sinnvoll sein, für Grundlast eher ein Extrakt. Wie wichtig ist die Standardisierung? Extrakte bieten reproduzierbare mg‑Dosen, Blüten schwanken minimal, sind aber bei Erfahrung gut steuerbar. Wer neu startet, profitiert oft von einem Extrakt für die Basiseinstellung und unter Anleitung von einer kleinen Bedarfsoption. THC, CBD oder beides? THC treibt den Hauptnutzen bei Schmerz, Appetit und Spastik, CBD moduliert und kann bei Angst und Schlafstörungen helfen. Reine CBD‑Rezepturen sind für bestimmte Situationen sinnvoll, haben aber oft weniger Durchschlagskraft bei schweren Schmerzen. Viele beginnen mit THC-dominant plus niedrig dosiertem CBD zur Verträglichkeit.

Bedenken Sie Wechselwirkungen, etwa mit sedierenden Medikamenten, Antikoagulanzien oder Antiepileptika. Teleärztinnen prüfen das, aber Ihre offene Liste ist die Grundlage.

Dosierung, Titration und das, was in Bremen häufig schiefgeht

Die meisten Probleme entstehen in den ersten vier Wochen. Zu schnelle Steigerung führt zu Benommenheit, Angst oder Herzklopfen, zu vorsichtige Titration bringt den Frust „wirkt nicht“. Ein gangbarer Weg ist die Start-low-go-slow-Strategie, aber mit klarem Tagesziel.

Für Extrakte bedeutet das oft, mit 1 bis 2,5 mg THC abends zu beginnen, dann alle zwei bis drei Tage um 1 bis 2 mg zu steigern, bis eine spürbare Wirkung ohne störende Nebenwirkungen eintritt. Tagesziele in der Einstellungsphase liegen nicht selten zwischen 5 und 15 mg THC, je nach Indikation und Körpergewicht. Bei Blüten beginnt man häufig mit 1 bis 2 kurzen Inhalationszügen, beobachtet 10 bis 15 Minuten, und dosiert erst dann nach. Verdampfer mit Temperatureinstellung sind berechenbarer als Verbrennung.

In Bremen erlebe ich drei typische Stolpersteine:

    Patientinnen übersehen späte Spitzen bei oraler Gabe und steigern zu schnell. Lösung: Steigerung alle drei Tage, Tagesbuch mit Uhrzeiten und Wirkung. Kombinationsfehler mit Alkohol oder Benzodiazepinen am Abend. Lösung: Saubere Trennung, besonders in den ersten zwei Wochen. Keine Rückmeldung an die Praxis, obwohl Nebenwirkungen auftreten. Lösung: Telepraxen bieten kurze Follow-ups oder Chatfenster. Nutzen Sie sie zeitnah, nicht erst nach zehn schlechten Tagen.

Rechtliche und praktische Grenzen: Fahren, Arbeit, Reisen

Fahren in Deutschland unter THC-Einfluss ist heikel. Medizinische Indikation schützt nicht vor rechtlichen Konsequenzen, wenn Sie fahruntauglich sind oder Grenzwerte überschreiten. Ärztinnen werden Sie aufklären. Praxisnah heißt das: vermeiden Sie das Fahren in der Einstellungsphase, dokumentieren Sie stabile Dosen, und fahren Sie nur, wenn Sie sich sicher fühlen und genügend Zeit seit der letzten inhalativen Dosis verstrichen ist. Bei Oralen gibt es weniger Spitzen, aber Vorsicht bleibt die richtige Haltung.

Arbeitsplatzthemen hängen vom Jobprofil ab. Sicherheitsrelevante Tätigkeiten, Schichtdienst, Maschinenbedienung, Verantwortung für Andere, all das verschiebt die Risikoabwägung. Chefs dürfen kein Rezept einsehen, haben aber eine Fürsorgepflicht. Wer im Hafenbetrieb schwere Maschinen fährt, wird anders beraten als jemand im Homeoffice.

Reisen mit Cannabis ist innerhalb Deutschlands mit Rezept unkritisch, solange Sie Originalverpackung und Rezept oder Apothekenquittung dabeihaben. Ins Ausland wird es komplex. Innerhalb Schengen kann eine sogenannte Schengen-Bescheinigung für Betäubungsmittel helfen, die Ihre Ärztin ausstellt und die zuständige Behörde bestätigt. Viele Länder haben aber trotzdem restriktive Regeln. Prüfen das Ziel konkret, sonst riskieren Sie Beschlagnahme oder Schlimmeres. Telepraxen können Bescheinigungen oft digital vorbereiten, aber Sie tragen die Verantwortung für die Einreisebedingungen.

Wie Sie in Bremen eine seriöse Online-Praxis erkennen

Das Angebot ist gewachsen, die Qualität ist unterschiedlich. Sie erkennen verlässliche Anbieter an ein paar Merkmalen:

    Klare Informationen zu Indikationen, Kosten und Prozess, keine Erfolgsgarantie oder Lockversprechen. Ärztinnen mit Fachkunde, nachvollziehbare Impressumsdaten, erreichbare Patientenkommunikation. Datenschutz, der den Namen verdient: Ende-zu-Ende-gesicherte Übertragung, klare Aufbewahrungsfristen, keine Vermischung mit Werbenetzwerken. Sauberer Umgang mit Rezepten: Kein Verkauf von Medikationskontingenten, keine Aufforderung, bestimmte Apotheken zu nutzen, keine Paketdeals mit „garantierten“ Strains. Follow-up-Struktur: feste Kontrollintervalle, Nebenwirkungsmonitoring, Dosisanpassung, Dokumentation für mögliche Kassenanträge.

Misstrauen Sie Floskeln wie „100 Prozent Genehmigungsquote“ oder „Rezept garantiert am selben Tag“. Ein BtM-Rezept ist nie garantiert.

Szenario aus der Praxis: Julia, 37, neuropathischer Schmerz, Bremen-Neustadt

Julia hat seit einer Bandscheiben-OP vor vier Jahren brennende Schmerzen im rechten Bein. Sie hat Pregabalin, Amitriptylin und Physiotherapie probiert. Pregabalin half, machte aber 8 Kilo Gewichtszunahme und starke Müdigkeit. Sie arbeitet halbtags im Kundensupport und will keinen zweiten Ausfall. Ihre Hausärztin ist offen, aber unerfahren mit Cannabis. Julia bucht einen Online-Termin.

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Sie lädt drei Arztbriefe hoch, ein MRT, den Medikamentenplan, schreibt in einem kurzen Blatt ihre bisherigen Dosen und Nebenwirkungen und markiert, was ihr wichtig ist: weniger brennender Schmerz am Abend und Schlaf von 23 bis 6 Uhr, ohne Vormittagsnebenwirkungen.

Im Videotermin prüft der Arzt Kontraindikationen, Suchtanamnese, Medikamente, Fahrtauglichkeit. Sie vereinbaren, mit einem THC-haltigen Extrakt zu starten, 1 mg abends, alle drei Tage plus 1 mg, Ziel 6 bis 8 mg. Für seltene Abendspitzen bekommt sie ein kleines Bedarfsfenster mit einem standardisierten Blütenstrain, ausdrücklich nur 1 bis 2 Züge und nie vor Autofahrten. Er erklärt, wie sie ein Wirkungstagebuch führt. Das Rezept kommt per Post zwei Tage später, die Apotheke bestellt den Extrakt, die Blüten sind vorrätig.

Nach zehn Tagen meldet Julia, dass 5 mg schon spürbar helfen, aber das Einschlafen noch hakelig ist. Sie steigert auf 7 mg, die Nebenwirkungen bleiben mild, etwas trockener Mund. Drei Wochen später hat sie die ersten Nächte ohne Brennschmerz. Sie beantragt zusammen mit der Praxis die Kassenübernahme. Der Antrag enthält die Befunde, dokumentierte Vorbehandlungen, das Wirkungstagebuch, die bisherige Dosis und die Begründung, warum Cannabis hier sinnvoll ist. Nach vier Wochen kommt die Zusage, befristet auf ein Jahr mit Kontrollen.

Nichts davon ist spektakulär. Es ist schlicht solide Arbeit.

Kosten, die oft vergessen werden

Neben den Medikamenten fallen telemedizinische Leistungen an. Ersttermine liegen, je nach Anbieter und Dauer, häufig zwischen 70 und 160 Euro für Selbstzahler. Folgetermine zur Anpassung sind günstiger, typischerweise 30 bis 80 Euro. Zuschläge für BtM-Aufwand sind üblich. Das Papierrezept per Post kostet kleine Beträge, meist 3 bis 6 Euro. Bei Kassenpatientinnen können Teile der ärztlichen Leistung über die Versicherung laufen, Cannabis selbst bleibt ohne Genehmigung privat.

Wenn Sie knapp kalkulieren müssen, sprechen Sie es an. Einige Praxen bündeln Follow-ups, andere bieten kurze Kontrollen als Chat mit kurzer Videoschleife an. Was selten funktioniert, ist „einmal Rezept, dann nie wieder“. Cannabistherapien brauchen am Anfang engere Betreuung, später reichen Quartalskontrollen, solange alles stabil läuft.

Ein Wort zu Apotheken in Bremen

Die Versorgungslage ist ordentlich, aber nicht jede Apotheke führt alle Strains. Im Stadtgebiet haben sich einige Häuser spezialisiert. Was aus Patientensicht am meisten hilft: vor dem Rezeptversand telefonisch klären, ob das gewünschte Produkt lieferbar ist oder welche Alternativen gleichen Spezifikationen verfügbar sind. Eine gute Apotheke sagt Ihnen, ob das verordnete Profil substituierbar ist, und koordiniert im Zweifel mit der Praxis eine sinnvolle Anpassung. Das spart Postwege und Wartezeit.

Lagerfähigkeit und Haltbarkeit sind bei Extrakten entspannter, bei Blüten relevant. Bewahren Sie diese kühl, dunkel, trocken auf, möglichst in der Originalverpackung. Feuchtigkeitsregulierung (Boveda oder gleichwertig) hilft gegen Austrocknung und Aroma-Verlust, ist aber Geschmackssache. Verdampfer sollten sauber gehalten werden, sonst verändern sich Dosis und Geschmack unbemerkt.

Sicherheit: Wechselwirkungen, Psychiatrie, Abhängigkeit

Cannabis ist keine Bonbontherapie. Drei Punkte sollten Sie ernst nehmen:

    Wechselwirkungen: THC kann sedierende Effekte anderer Medikamente verstärken. Warfarin und manche DOACs erfordern eine engere Beobachtung. Enzyminduktion und -hemmung sind komplex, aber klinisch relevant, wenn sich Dosen verändern. Psychiatrische Stabilität: Bei Psychosen in der Vorgeschichte oder bei unbehandelten schweren Angststörungen ist besondere Vorsicht geboten. Ärztinnen können eine Ko-Betreuung durch Psychiatrie verlangen oder die Therapie ablehnen. Missbrauchsrisiko: Abhängigkeiten entwickeln sich nicht über Nacht, aber sie passieren. Warnzeichen sind rasche Dosissteigerungen ohne dokumentierten Nutzen, Konsum in Risikosituationen und Kontrollverlust. Ein nüchternes Gespräch früh verhindert späteren Stress.

Wie schnell geht es, nüchtern betrachtet

Von der Buchung bis zum ersten rezeptierten Produkt rechnen Sie in Bremen realistisch mit 3 bis 10 Tagen, wenn die Unterlagen vollständig sind und die Post flott läuft. Fehlt die Dokumentation, rutschen Sie schnell auf 2 bis 4 Wochen, weil Nachtermine notwendig werden. Kassenanträge verlängern das um mehrere Wochen, bieten dafür finanzielle Entlastung.

Wer unter starken Beschwerden leidet, hat es eilig. Sagen Sie das, aber übertreiben Sie nicht. Ärztinnen kennen den Unterschied zwischen Dringlichkeit und Druck. Wenn Sie angeben, seit gestern unerträgliche Schmerzen zu haben und führen gleichzeitig keine Vorbefunde an, läuft es auf Präsenzmedizin hinaus.

Typische Fragen, knapp beantwortet

Darf meine Hausärztin die Cannabistherapie übernehmen, wenn die Online-Praxis einstellt?

Ja, das ist möglich, wenn sie willens und fachlich sicher ist. Viele Hausärztinnen schätzen eine initiale Einstellung und klare Dokumentation durch eine spezialisierte Praxis.

Kann ich ein E‑Rezept für Cannabis bekommen?

Der digitale Weg für BtM-Rezepte entwickelt sich. Einige Pilotlösungen existieren, die breite Verfügbarkeit ist noch nicht in allen Konstellationen angekommen. Planen Sie mit Postversand und fragen Sie beim Anbieter nach dem aktuellen Stand.

Was, wenn mir Blüten nicht liegen?

Dann wechseln Sie auf standardisierte Extrakte oder passen das Verhältnis THC zu CBD an. Gute Praxen bauen Wechsel in den ersten 6 bis 8 Wochen ein, wenn klar ist, dass die erste Wahl nicht trägt.

Muss ich während der Therapie auf Alkohol komplett verzichten?

In der Einstellungsphase ja, später ist sehr maßvoller Alkohol möglich, aber mischen Sie keine akuten Dosisspitzen. Wer fahren will, lässt Alkohol und THC zusammen.

Kann ich Termine auch abends oder am Samstag bekommen?

Viele Telepraxen bieten Randzeiten an, die Nachfrage ist hoch. Buchen Sie früh, halten Sie Ihr Telefon bereit, falls ein Slot frei wird. No-Show-Policy beachten, sonst fallen Gebühren an.

Wenn es nicht klappt: Plan B

Manchmal passt Cannabis nicht, entweder wegen Nebenwirkungen, unzureichender Wirkung oder Rahmenbedingungen. Das ist kein Scheitern, sondern ein Ergebnis. In solchen Fällen helfen Alternativen, die Teleärztinnen oft ebenfalls begleiten können: Optimierung der bestehenden Medikation, Schlafhygiene plus verhaltensorientierte Verfahren, nicht medikamentöse Schmerztherapien, gezielte Physiotherapie und, bei ADHS, eine erneute Evaluation mit anderen Präparaten oder nicht pharmakologischen Tools. Der Punkt ist, sich nicht auf ein einziges Mittel zu versteifen.

Und wenn die Online-Praxis nicht gut funktioniert, wechseln Sie. Halten Sie Ihre Dokumentation parat, fordern Sie Berichte an. Patientenakten gehören Ihnen, Kopien sind Ihr gutes Recht. Wer sauber dokumentiert, wechselt reibungsloser.

Fazit, nicht als Floskel, sondern als Arbeitsthese

Ein Weed Rezept online in Bremen zu bekommen ist machbar, wenn Sie eine ernsthafte Indikation, belastbare Unterlagen und die Geduld für eine strukturierte Einstellung mitbringen. Die digitale Sprechstunde ist keine Abkürzung um medizinische Prüfung herum, sie ist eine Abkürzung zum Termin. Wer sich vorbereitet, klar kommuniziert und ein realistisches Zeitfenster einplant, kommt ans Ziel. Wer auf Garantie pocht, scheitert an den Regeln, nicht am Medium.

Wenn Sie heute starten wollen, tun Sie diese drei Dinge: Unterlagen sammeln und sauber beschriften, einen Anbieter wählen, der keine Wunder verspricht, und in den ersten vier Wochen ein Wirkungstagebuch führen. Das ist die unspektakuläre, aber verlässlichste Art, wie Telemedizin in Bremen für Cannabistherapien funktioniert.